Impressum

Dies ist ein Erlebnisbericht über einen sogenannten Krankenhausaufenthallt meiner Frau in der Städtische Klinik Offenbach. In den nächsten Ausführungen werde ich diese Bezeichnung nicht mehr verwenden, sondern „Treffpunkt“ von Kranken.

Vorausschicken muss ich, dass meine Frau seit Jugend mit schweren Asthma und deren Medikamenten belastet ist.

Am 03.02.03 wurde Sie in der Chirurgischen Klinik in Dieburg, von uns geplant, am Fuß operiert. Am 07.02.03 wurde Sie nach Hause entlassen. Da es Probleme (Entzündung) mit der Wundheilung gab, brachte ich Sie am darauffolgenden Sonntag wieder in die erwähnte Klinik, deren Güte ich in jeder Beziehung nur loben kann. Es stellte sich am darauffolgenden Montag früh, bei der Visite eine Nekrose nahe der Oparationswunde heraus. Nachdem sich bis Mittwoch eine Besserung einstellte, wurde mir die Entlassung für Freitag, den 14.02.03 in Aussicht gestellt. Am Mittwoch, den 12.02.03 stellt meine Frau fest, dass sie alle Anzeichen einer viralen Meningitis hat, Kopfschmerzen nur in der rechten Kopfhälfte mit Fieber. Wir dachten schnelles Handeln sei gefragt, (meine Frau hatte bereits vier rezidivierende Meningitiden gehabt) ich holte meine Frau in Dieburg ab und brachte sie in den erwähnten Treffpunkt für Kranke in Offenbach. Bei der Punktion wurde nur 30/3 Zellen festgestellt. Das es vom Erscheinen bis zur Aufnahme auf der Station von 18:16 Uhr bis 23:30 Uhr dauerte und dann eine Unterbringung am Flur erfolgte, ist wohl leider ein Zeichen unserer Zeit. In der darauffolgenden Zeit vom 12.02.03 bis 18.02.03 wurde nur der infektiösen linke Fuß durch die DA behandelt. Diese Zeit war für mich ein gefühlsmäßiger Alptraum. Jeden Tag fragte ich, nachdem sich der Zustand meiner Frau merklich von Stunde zu Stunde verschlechterte, was für meine Frau getan wird. Mir wurden von leitenden Ärzten Auskünfte gegeben, die man auf der Rückseite von Abreißkalendern findet. Da sich außer Verschlechterungen nichts einstellte, wurde ich mit meinen Befragungen etwas heftiger. Dabei waren neben Ungereimtheiten mehrere Vorfälle. Ein besonderes Feingefühl hatte eine Assistenzärztin (Arent) im Beisein eines Oberarztes, die den Fuß aufwickelte und die mit Blut und Sekret beschmutzten Kompressen drehte und wieder auf den Fuß legte und noch den benutzten Mullverband verwendete. Weiteres hatte ein herbeigerufener Arzt, ohne den Zustand meiner Frau zu prüfen, mir zwei Alternativen gestellt: entweder mit meiner Frau oder ohne sie die Klinik zu verlassen. Auf meinen Einwand, dass er sich doch meine Frau ansehen soll, antwortete er, dass er Notfälle hat. Die immer stärker werdenden Kopfschmerzen und Fieber wurden gelegentlich mit einigen Tropfen und mir unbekannten Infusionen gering gelindert. Am 16.02.03 stellte, die auf Drängen von mir, herbeigerufene Oberärztin Dr. Hoffmann fest, dass der infektiöse linke Fuß an dem katastrophalen Zustand meiner Frau nicht schuld sein kann. Es wurde in Erwägung gezogen eine weitere Punktion vorzunehmen. Am Montag, 17.02.03 wurde der Fuß auf Veranlassung des DA. geröntgt. Ebenso erhielt meine Frau Antibiotika in Form von Infusionen. Bei meinen Befragungen, in Sorge um meine Frau, stellte ich auch die Frage ob es im Bericht erwähnt wird, dass seit Tagen keine Nahrungsaufnahme erfolgte. Dies wurde verneint, obwohl durch starkes Zittern und allen Anzeichen von Schwäche, dies meiner Meinung zum Protokoll gehört. Es wurden dann diesbezüglich Infusionen gegeben. In meiner Verzweiflung, ausgelöst durch die meiner Meinung nach vollkommen unzureichender Behandlung und die ablehnende Kommunikationshaltung durch das gesamte Personal, ersuchte ich einen mir befreundeten Arzt für mich die Verbindung zu übernehmen. Dies geschah auch, mit bereitwilligem Entgegenkommen der Ärzte, was mich in meiner Aufregung etwas beruhigte. Am Dienstag, 18.02.03 wurde eine weitere Punktion, mit dem Ergebnis 202/3 Zellen, vorgenommen. Darauf wurden meiner Frau Infusionen rund um die Uhr gegeben. In der Zeit vom 12.02.03 bis 19.02.03 fehlen meiner Frau Erinnerungen, da sie vor Fieber und Kopfschmerzen phantasiert hat. In der ganzen Zeit hat meine Frau keine Nahrung zu sich genommen, da sie es vor Zittern auch nicht konnte. In dieser Zeit hatte ich sie so gut es mir möglich war gefüttert. Da es uns, durch die jahrzehntelange Erkrankung an Asthma (manifeste Globalinsuffizienz) bekannt ist, dass bei längerem Liegen der O2 Gehalt gravierend absinkt, war die Frage von mir an die behandelnden Ärzte, ob dies schon einmal kontrolliert wurde. Es wurde mit der Zusage von Sauerstoffgabe verneint. Diese erfolgte, wobei ich mich entgegen der Einstellung auf 4 l/min durch das Personal, auf 1,5 l/min durchsetzen konnte. Gemessen wurde der O2 Gehalt seitens des Personals nie. Da wir privat einen Pulsoximeter besitzen, prüfte ich bei meinen Besuchen zwei mal täglich. Die O2 Werte waren dabei zwischen 81 und 85. Nachdem sich die Fieberkurve gesenkt hat und die Drittel Zellen am Freitag den 28.02 nur mehr 26 waren wurde mein Frau entlassen. Die Behandlung der Nekrose war bis dahin täglich notwendig, was uns über das Wochenende mit darauffolgenden Faschingsfeiertagen schwer gefallen ist. Meine Frau ist bis zum heutigen Tage, selbst mit intensiven, verschiedenen Arztbesuchen in einem bedauernswerten Zustand.

Bemerken will ich noch, dass durch verschiedene Zustände (Medikamente, Vorerkrankungen usw.) die Abwehrkräfte meiner Frau gravierend gemindert sind. Mir ist auch bekannt, dass für verschiedene Randgruppen, Medikamente, die dies bekämpfen oder mindern, ohne Rücksicht der Kosten zur Verfügung stehen, nur für Einzahler in das Versorgungssystem nicht.

Das vorangegangene Schreiben ging mit folgendem am 21.03.03 an:

Klinikum Offenbach
Prof. Dr. E. Stark
Neurologische Klinik
Postfach 10 19 64
63019 Offenbach a. M.

Sehr geehrter Herr Prof. Stark,

am 03.02.03 wurde ich in der Chirurgischen Klinik in Dieburg, von mir geplant, am Fuß /Hallux Valgus) operiert. Am 07.02.03 wurde ich nach Hause entlassen. Da es Probleme (Entzündung) mit der Wundheilung gab, wurde ich am darauffolgenden Sonntag wieder in Dieburg stationär aufgenommen. Nachdem sich bis Mittwoch eine Besserung einstellte, war die Entlassung für Freitag, den 14.02.03 in Aussicht gestellt. Am Mittwoch, den 12.02.03 stellte ich fest, dass ich wieder Anzeichen einer viralen Meningitis hatte, Kopfschmerzen nur in der rechten Kopfhälfte mit Fieber. Seit 1994 hatte ich bereits vier Meningitiden, 1997 und 2001 wurden in Ihrer Klinik behandelt. Ich dachte schnelles Handeln sei gefragt, mein Mann holte mich in Dieburg ab und brachte mich nach Offenbach in das Klinikum Offenbach. Ich wollte mir nur eine lange Schmerzenszeit ersparen. Bei der Punktion wurden nur 30/3 Zellen festgestellt. Ich wurde stationär auf die Station 131 aufgenommen.
In der Zeit vom 12.02.03 bis 18.02.03 wurde nur der infektiösen Fuß durch die DA behandelt. Ein besonderes Feingefühl hatte eine Assistenzärztin im Beisein des Oberarztes die den Fuß aufgewickelt hat und die mit Blut und Sekret beschmutzten Kompressen drehte und wieder auf den Fuß legte und noch den benutzten Mullverband verwendete.
Die immer stärker werdenden Kopfschmerzen und Fieber wurden gelegentlich mit Tropfen und Infusionen etwas gelindert. Am 16.02.03 wurde die Oberärztin Frau Dr. Hoffmann, auf Drängen meines Mannes, herbeigerufen und diese stellte fest, dass der infektiöse linke Fuß nicht an meinen Beschwerden schuld sein kann. Es wurde in Erwägung gezogen eine weitere Punktion vorzunehmen. Am 17.02.03 wurde der Fuß geröntgt, auf Veranlassung des DA. Ebenso erhielt ich Antibiotika in Form von Infusionen auf Veranlassung des DA.
In dieser Zeit vom 12.02.03 bis 19.02.03 fehlen mir Erinnerungen, da ich wegen dem Fieber und Kopfschmerzen phantasiert habe. Ich habe in dieser Zeit keine Nahrung zu mir genommen. Nur durch die häufigen Besuche meines Mannes, der mich fütterte, der ständig die Ärzte und Pflegepersonal ermahnte etwas für mich zu tun, da er miterlebte wie ich schmerzgeplagt und mit Fieber im Bett lag. Natürlich war die Folge, dass man ihn aus dem Krankenhaus verwies.
Am Dienstag, 18.02.03 wurde eine weitere Punktion vorgenommen: 202/3 Zellen. Darauf wurden mir Infusionen rund um die Uhr gegeben.
Selbst bei einer Visite  haben Sie die Frage gestellt: warum hat das solange gedauert?
Sollte es Sie interessieren wie mein EEG am 04.03.03 aussah, können Sie sich bei Herrn Dr. Krusch 0607431250 erkundigen.
Selbst heute ist mein Allgemeinzustand noch sehr labil, noch immer habe ich sehr schlimme Alpträume in der Nacht. Das ganze Ausmaß der Auswirkungen kann ich Ihnen gar nicht begreiflich machen. Ich bin heute wieder froh, wenn ich mühsam eine Stufe schaffe!

Ich hoffe, dass Sie auf mein Schreiben reagieren. In der letzten Zeit wurde ja genug in den Medien über diese Klinik berichtet.

Freundlichen Gruß

Anbei eine Diskette auf der die Version einer HP ist, die mein Mann unter einer URL ins Netz stellen wird !

Die erste Antwort mit Datum 27.03.03:

Sehr geehrte Frau Krpalek,
ich habe Ihren Brief vom 21.3.03 erhalten. Nach Durchsicht der Akte werden Sie in den nächsten Tagen eine Antwort erhalten.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. med. E. Stark
Chefarzt

Danach kam am 07.05. ein Schreiben, abgesendet am 05.05., datiert mit 22.04.03:

Ihre Zuschrift vom 21.03.03

Sehr geehrte Frau Krpalek,

wir haben die Behandlungsabläufe Ihre stationären Aufenthaltes in unserem Hause zwischenzeitlich eingehend überprüft. Nach Durchsicht aller Unterlagen sowie uns vorliegender Stellungsnahme von Herrn Prof. Dr. Stark können wir Ihnen Folgendes berichten:
Sie wurden am 12.02.03 aus der chirurgischen Klinik Dieburg in das Klinikum Offenbach übernommen. Verlegungsgrund war der Verdacht auf eine Hirnhautentzündung, für die sich jedoch bei der Aufnahme hier kein Anhalt fand. Demzufolge ergab sich hierfür zunächst kein Behandlungsbedarf.
Da die Infektion im Bereich der Großzehe lt. zuweisender Klinik unter der bisherigen Therapie in Rückbildung war, wurde an dieser Therapie zunächst nichts geändert.
Am 15.02. kam es erstmalig zum Auftreten von Fieber. Zu diesem Zeitpunkt war die antibiotische Therapie auf Empfehlung der Unfallchirurgen bereits geändert worden. Nach Temperaturabfall kam es am 17.02. zu leichtem, am 18.02. zu hohem Fieber, so dass an diesem Tag eine erneute Lumbalpunktion durchgeführt wurde. Hier fanden sich Zeichen einer leichteren Hirnhautentzündung. Da zu diesem Zeitpunkt nicht sicher unterscheidbar war, ob eine Virusmeningitis durch Herpes-Viren oder eine Begleitinfektion bei Keimstreuung aus der Wundinfektion vorlag, wurde ab diesem Zeitpunkt neben einer gegen Herpes-Viren gerichteten Therapie eine breite antibakterielle Therapie eingeleitet. Unter dieser kam es zur Entfieberung sowie zum Abfall der Entzündungsparameter im Blut.
Wir bedauern sehr, dass Sie mit der Behandlung in unserem Hause nicht zufrieden waren. Gleichwohl ist aus unserer Sicht keine fehlerhafte Behandlung von Seiten unserer Neurologen feststellbar.
Selbstverständlich steht es Ihnen frei, dies über die Gutachter- und Schlichtungsstelle bei der Landesärztekammer überprüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
H.-U. Schmidt
Verwaltungsdirektor

Anmerkung von uns:

Es wurde in keiner Weise auf unsere Kritik eingegangen. Dieses Schreiben ist am Rande einer Verhöhnung.
Es ist scheinbar normal, dass die Empfehlung bei mehreren Vorerkrankungen wegen Meningitis, sich bei ersten Anzeichen von Neuerkrankung so schnell wie möglich im Krankenhaus zu melden, von den heutigen Mediziner anhand von Messergebnissen (30/3 Zellen), die Erfahrung der Patienten und deren Angehörigen mit einer Überheblichkeit  ignoriert wird. Obwohl ich derjenige war, der, nach rasch zunehmender Zustandsverschlechterung meiner Frau zu einer nochmaligen Lumbalpunktion drängte, wird es hier so dargestellt als sei es normal, dass, obwohl Patient und Angehörige vom Zeitpunkt der Aufnahme anhand der mehrmaligen Erfahrung schon wussten, dass es sich nur um Meningitis handeln kann, der Leidenszustand erst eskalieren muss bevor das normale Handeln vollzogen wird. Bemerkenswert ist und bleibt, dass sich bei der erneuten Lumbalpunktion, der Krankheitszustand bestätigte, der von mir und meiner Frau bei der Aufnahme vorausgesagt wurde. Dies ohne Semester und Labor, nur mit Erfahrung. Ich will nochmals darauf hinweisen, dass sich der Zustand meiner Frau in kürzester Zeit gravierend verschlechterte. Es ist dabei, so denke ich, normal dass ich mit Nachdruck beim Klinikpersonal darauf hinweise. Wie steht ein Patient da, der keine, sich sorgende Angehörige hat, oder das Glück hat einen Freund zu haben, der Mediziner ist. Nachdem ich mehr oder weniger aus der Klinik verwiesen wurde, war für mich die einzige Möglichkeit meiner Frau zu helfen, eine dritte Person.

Unter anderem steht im Entlassungsbericht, dass eine Glossitis, Schleimhautentzündung oral im gesamten Pharynx und Hypopharynx vorlag. Dazu können wir nur sagen, dass im Beiblatt des verabreichten Medikamentes Saroten unter mögliche Nebenwirkungen zu lesen ist: Zitat: Bitte suchen Sie beim Auftreten von....Mundentzündungen sofort Ihren Arzt auf. (Blutbildbestimmung!) trotzdem wurde das Medikament weiter verabreicht und als empfohlene weitere Medikation im Entlassungsbericht aufgeführt.

Auch wird vollkommen ignoriert, dass meine Frau keine Nahrung zu sich nahm, zumindest in der Zeit in der ihr Zustand als abwesend zu bezeichnen war. Es wurde auf mein Drängen, da sich ein Zittern einstellte, eine Ernährung mit Infusion eingeleitet. Vorangegangen war, nach Befragung der Stationsärztin, dass es gar nicht aktenkundig war, dass meine Frau keine Nahrung zu sich nahm. Sie konnte es auch nicht, da sie so zitterte, dass es unmöglich gewesen wäre. Die einzige Reaktion des Pflegepersonals war: „ wieder nichts gegessen, das tut mir aber Leid!“... und schon war das unberührte Essen abtransportiert.

Die unerhörten Frechheiten ließen sich endlos ausführen, aber da in der Stellungnahme der Klinik, kein, nur annäherndes Verständnis erkennbar ist, wähle ich diese Art von Veröffentlichung, dass sich der Leser von dem „Treffpunkt für Kranke“ ein Bild machen kann.

Es wäre eventuell von Vorteil, wenn sich mehrere Betroffene an die Öffentlichkeit wenden würden, dass die enorme Abgehobenheit des gesamten Personals in dieser „Stätte“ bekannt gemacht wird. Es wäre auch, so denke ich, für so manchen wirklichkeitsfremden Politiker, der an den Sozialsystemen dilettantisch seine Hand anlegt, von Vorteil, sich einmal der Wirklichkeit und der Realität zu stellen.

Zum eventuellen Ausdruck in .pdf 

Klinikerl 1.pdf            Klinikerl 2.pdf             Klinikerl 3.pdf             Klinikerl 4.pdf